Viele Kastelle wie Asciburgium

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Militärlager sicherten die Grenzen des Römischen Reichs – in England, Schottland und Wales ebenso wie an Rhein und Donau, im Osten der Türkei, in Syrien, Israel, Jordanienund auch in Nordafrika zwischen Ägypten und Marokko. Zwischen einigen großen Legionslagern befanden sich jeweils mehrere kleinere Kastellanlagen wie Asciburgium.

Sie alle hatten einen standardisierten Aufbau, der sich in dieser oder ähnlicher Form in jedem Grenzkastell wiederfinden lässt. Jedes Lager besaß üblicherweise einen echteckigen Grundriss mit abgerundeten Ecken, vier Tore und zwei Hauptstraßen, die von einem Tor zum gegenüberliegenden führten. Außen vor den Wehrmauern, die aus Holz, Lehm, Grassoden oder Stein bestanden, waren Verteidigungsgräben ausgehoben, die Feinden den Zugang zum Lager erschweren sollten. In der Mitte eines jeden Lagers befand sich das Stabsgebäude, die principia. Dies war das religiöse und verwaltungstechnische Zentrum eines Lagers. Daneben lagen das Wohnhaus des Kommandanten, das praetorium, und einige Einrichtungen der Infrastruktur, wie Werkstätten, Lagerräume sowie Kornspeicher und bisweilen auch ein Lazarett.Davor und dahinter befanden sich die Mannschaftsbaracken, die centuriae mit ihren contuberniae, Stuben, in denen jeweils acht Männer untergebracht waren. Hier schliefenund aßen die Soldaten. Sofern es sich um das Lager einer Reitereinheit handelte, befanden sich hier auch Pferdeställe, stabulae. Während ihre Vorgesetzten geräumigere Einzelunterkünfte mit eigenen Toiletten bewohnten, nutzte die Truppe Mannschaftslatrinen einfachster Art, die zwischen der Umwallung und denGebäuden lagen.

In manchen Kastellen gab es Bereiche, indenen handwerkliche Tätigkeiten wie Schmieden oder Schreinern ausgeübt wurden. Geradebei kleineren Lagern ist anzunehmen, dass diese Arbeiten von den Soldaten übernommen wurden; sie alle hatten vor dem Eintritt ins Militär eine entsprechende zivile Ausbildung absolviert.

Rekonstruktion des Lagrdorfs in Asciburgium


Textpassagen und Bilder aus der Asciburgium-Ausstellung,

mit freundlicher Genehmigung des Kultur- und Stadthistorischen Museums Duisburg

Themenaufteilung im linken Menü angelehnt an die Duisburger Asciburgium-Ausstellung

 
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